Was ist eigentlich das Gegenteil von ganzheitlich?

Ganzheitlich! Der Begriff galt früher als esoterisch. Heute sind wir viele Schritte weiter und er steht für alternative Medizin. Und das ist nicht ganz Mainstream. Das heißt unter anderem, es ist noch ein langer Weg zu gehen.

 

An dem Punkt kann man sich natürlich fragen, was das Gegenteil von ganzheitlich ist? Würde es  dann bedeuten, einen Menschen als viele voneinander unabhängige Teile zu betrachten. Und wenn ja, in welchem Zusammenhang stehen sie zueinander; was verbindet sie, was bringt sie dazu, mit einander zu arbeiten? Und ist denn das Ganze, in dem Fall der Mensch, nicht mehr als die Summe der Einzelteile?

 

Und was ist mit den verschiedenen Systemen und Ebenen in einem Menschen?

 

Wenn sich ein Symptom auf der körperlichen Ebene zeigt, heißt es ja nicht, dass die Seele glücklich ist. Und kann man immer davon ausgehen, dass es eine Ursache und eine Wirkung gibt oder ist es mehr eine ständige Wechselwirkung? Eine ständige Wechselwirkung zwischen jedem Mensch und seiner Umwelt, zwischen uns und unserer inneren Welt mit allen unseren Gedanken, Gefühlen und Glaubenssätzen. Und nicht zuletzt die ständige Kommunikation zwischen Körper und Seele. 

 

In meiner Arbeit sehe ich täglich, wie intensiv diese Kommunikation ist. Das Energiesystem, auch elektrisches System des Körpers genannt, agiert gleichzeitig in beide Richtungen. Während man die Veränderungen auf der mentalen Ebene beobachtet, stellt man gleichzeitig die Bewegung auf der Körperebene fest. Auch wenn man es wollte, würde es uns nicht gelingen, das eine getrennt vom anderen zu behandeln.

 

Die Frage, die bleibt ist: Wird man den Menschen gerecht, wenn man nur ihre Symptome, das heißt un-ganz-heitlich, kuriert?